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Ein neues Familienwappen
Wo kein überliefertes Wappen vorhanden ist, kann jederzeit ein neues Wappen geschaffen werden. Es muss jedoch eigenständig sein und sich eindeutig von ...

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Löwepflug

... steht für Mut, Macht, Königlichkeit, Stärke, und tapferer Krieger

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Hausmarke
Eine Hausmarke kann eine in Wappen verwendete Figur sein. Einer Hausmarke fehlt alles, was ein Wappen als Wappen definiert, ausser der Zuordnung zu einer Familie. Dennoch sind Hausmarken uralte, in vorheraldische, sogar bis in vorgeschichtliche Zeit zurückverfolgbare Zeichen für Familien und ihren Besitz. Ob sie einst abstrahierte Abbilder von Tieren oder Gegenständen oder aber reine Sinnbilder waren, die erst durch ihre Eigenschaft als Marke Bedeutung erhielten, kann nicht geklärt werden. Hausmarken waren Zeichen, die sich insbesondere im bürgerlichen Bereich und die erst nur ein Kennzeichen von Besitz, Hab und Gut waren, aber innerhalb der Familie weitergegeben wurden und zum Symbol derselben wurden.

Führung von Hausmarken
Hinsichtlich der Führung von Hausmarken und Wappen gibt es Unterschiede. Bei der Weitergabe innerhalb der Familie folgte man aber ebenfalls oft gewissen ungeschriebenen Gewohnheiten, so führte oft der älteste Sohn die Hausmarke unverändert weiter, während später geborene Söhne dieselbe leicht verändert übernahmen. Der Ausdruck "Hausmarke" betont die Zugehörigkeit zu einem "Haus" oder einem Geschlecht.

Verwendung und Gebrauch
Die Form war entscheidend, Farben waren Hausmarken nicht zugeordnet. Farbe war ursprünglich kein Merkmal von Hausmarken, was sich aus der Art der Verwendung ergibt, sei es als Kerben in einem hölzernen Gegenstand oder Ritzungen in Stein oder als Brandzeichen auf Tieren. Erst wenn Hausmarken in einen Schild gesetzt wurden und den Charakter von Wappenfiguren annahmen, wurde die heraldische Tingierung bedeutungstragend und zusätzlich unterscheidend. Sehr häufig wird für die Marke daher die Farbe Schwarz gewählt, eben weil man keine "richtige" Farbe mit ihnen assoziierte.

Hausmarken finden Eingang in die Heraldik
Hausmarken finden sich in frühen bürgerlichen Wappen, ganz im Gegensatz zur hohen Heroldskunst, wo solche freistehenden (schwebenden) Buchstaben oder Zeichen nichtheraldischer Herkunft eher nicht zum typischen und akzeptierten Formen gehören. Wie die Entwicklung der Wappen wichtiger wurde und immer breitere Gesellschaftskreise in ihren Bann zog, wurden Hausmarken in die Heraldik integriert. 

Helm
helmDer Stechhelm mit seinem schmalen Sehschlitz und der spitz zulaufenden Profilform reichte bis über Brust und Nacken. Er wurde angeschraubt oder angeschnallt und war im 15. und 16. Jahrhundert gebräuchlich. In der Heraldik dient er als Helmform für die Darstellung bürgerlicher Vollwappen.

Der Bügelhelm wurde ab dem 15. Jahrhundert vom Adel bei Turnieren und in der Heraldik verwendet. Er besitzt eine abgerundete Vorderseite, einen breiteren Sehschlitz und ist mit fünf bis sieben gewölbten Spangen versehen. In der Heraldik wird der Bügelhelm ausschliesslich für Adelswappen verwendet.

Der Topfhelm wurde – ebenso wie sein ähnlicher Nachfolger, der Kübelhelm – als Kampfhelm entwickelt. Er war vor allem im 12. und 13. Jahrhundert verbreitet, während der Kübelhelm hauptsächlich im 13. und 14. Jahrhundert Verwendung fand.

Helmzier und Helmdecke
Helmzier
helmzierDie Helmzier gehörte im Mittelalter zur regulären Ausrüstung für Krieg und Turnier. Sie war erblich und durfte nicht verändert werden. Da die Helmzierden im Laufe der Zeit immer grösser und aufwendiger wurden und im Kampf zunehmend hinderlich waren, trug man sie schliesslich nur noch bei bestimmten Turnieren.

  • Der Flug (zwei Flügel) wird in der Heraldik in der Regel von vorne dargestellt. Wird der Helm im Profil gezeigt, erscheint meist nur ein Flügel, der als halber Flug bezeichnet wird.
  • Büffelhörner wurden bis ins 15. Jahrhundert überwiegend einfach, später doppelt gebogen dargestellt. Seit dem 16. Jahrhundert sind sie häufig oben offen und mit einem Ring versehen, anstatt in einer Spitze auszulaufen. Die Bezeichnung „Elefantenrüssel“ ist heraldisch unzutreffend, auch wenn ihre Form daran erinnern mag.
  • Das Schirmbrett ist eine aus Brettern zusammengesetzte Fläche, die in unterschiedlichsten geometrischen Formen gestaltet sein kann. Häufig wird darauf das Bild oder ein Motiv des Schildes wiederholt.

Helmdecke
helmdeckeDie Helmdecken dienten ursprünglich als Schutz des Helms vor der Sonneneinstrahlung. Im Laufe der Zeit entwickelten sie sich jedoch zu rein schmückenden Zierelementen. Dabei wurden sie zunehmend kunstvoll ausgefranst und stilisiert, bis sie schliesslich an rankendes Blattwerk erinnerten.

Die Farben der Helmdecken entsprechen in der Regel den Haupttinkturen des Wappens. Üblicherweise zeigt die Innenseite das Metall (Gold oder Silber), die Aussenseite die Farbe. Von dieser Regel gibt es jedoch Ausnahmen. Bei geteilten oder gevierten Wappen können die linke und die rechte Helmdecke unterschiedlich tingiert sein.

Heraldik
Die Sprache der Zeichen spielte im Mittelalter eine bedeutende Rolle. Wappen, die ursprünglich als Erkennungszeichen entstanden, entwickelten sich zu einem wichtigen sozialen und staatlichen Kommunikationsmittel. Ihre Aussagekraft beruhte auf Farben, Formen und Figuren, aber auch auf den Überlieferungen und Legenden, die insbesondere mit den Fabelwesen verbunden waren.

Anfangs waren Wappen Bestandteil der ritterlichen Bewaffnung. Mit der Zeit wurden sie jedoch zu Symbolen von Würde, Macht und Herkunft sowie zu erblichen Kennzeichen eines Geschlechts. Die Motive eines Wappens sollten ihren Träger schützen, ihm Glück und Stärke verleihen oder auf den Gegner abschreckend wirken.

Der Begriff Heraldik (Wappenkunde) leitet sich vom Wort Herold ab. Dieses geht auf die germanischen Begriffe hariowisio beziehungsweise hariowald zurück und bezeichnete einen Mann, der die Zeichen und Symbole der Götter und Geschlechter kannte und deuten konnte.

Ein Wappen ist ein farbiges, dauerhaftes Bildkennzeichen eines Geschlechts von symbolischer Bedeutung. Es wird nach den Regeln der Heraldik unter Verwendung der mittelalterlichen Wehrzeichen – Schild und Helm mit Helmdecke und Helmzier – dargestellt. Das Wort Wappen ist ursprünglich mit dem Begriff Waffen verwandt, da die heraldischen Symbolträger den mittelalterlichen Schutz- und Wehrwaffen entnommen sind.

Heraldische Schraffur
Die Schraffur dient dazu, die Farben (Tinkturen) eines Wappens in einer schwarz-weissen Darstellung eindeutig wiederzugeben. Jede Farbe und jedes Metall besitzt dabei ein festgelegtes Schraffurmuster, sodass ein Wappen auch ohne farbige Ausführung korrekt erkannt und beschrieben werden kann.

Nicht zu verwechseln ist die Farbschraffur mit der Damaszierung. Diese besteht aus feinen ornamentalen Linien oder Mustern und dient ausschliesslich der dekorativen Gestaltung von Wappenschilden. Sie belebt grössere, leere Flächen, ohne die heraldische Aussage oder die Tinkturen des Wappens zu verändern.

Majuskel
Die Majuskel (lateinisch maiusculus = «etwas grösser») ist die fachsprachliche Bezeichnung für einen Grossbuchstaben des Alphabets. Das Gegenstück dazu bildet die Minuskel, welche einen Kleinbuchstaben bezeichnet.

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